Sonntag, 27. November 2016

Neunhundertsiebenundachtzig Tage war er weg, jetzt ist er wieder da. Uli Hoeneß kehrt als Präsident an die Spitze des FC Bayern München zurück. Die Vermutung ist keineswegs gewagt, dass er bald auch wieder dem Aufsichtsrat des deutschen Fußballmeisters vorsitzen wird. Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht?
Der Bayrische Amigo Hoeneß ist zurück !!
so Titeln die Gazetten und fragen ist das noch zu Verstehen?
Es gibt zahlreiche gute Gründe, die gegen das Comeback des gestrauchelten Fußballfunktionärs sprechen. Man sollte wissen, wann es Zeit ist aufzuhören – wer mit 64 Jahren den Neustart seiner Karriere riskiert, der weiß es offensichtlich nicht. Die Jahre seiner Abwesenheit haben den Verein keineswegs in die Krise gestürzt, sondern waren Jahre ungebremsten sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgs, was zeigt, dass es auch ohne Hoeneß geht. Die Zeit ist über ihn hinweggegangen: Hoeneß hat den Verein als Patriarch geführt, das ist so zeitgemäß wie Bier und Schweinshaxe als Grundnahrungsmittel. quelle Frankfurter Rundschau..
Man kann darüber streiten oder auch nicht, klar ist natürlich hat auch ein Uli Hoeneß den Anspruch auf Resozialisierung und Wiedereingliederung. Nur muss es unbedingt wieder der Posten als Präsident des FC Bayern sein ? Sollte Herr Hoeneß vielleicht nicht doch etwas demütiger sein?
Christian Lukas-Altenburg fand dazu klare Worte und sagte, ja auch ein Hoeneß hat Anspruch auf Wiedereingliederung und Resozialisierung, jedoch wäre es angebrachter sich selbst erst einmal zurückzunehmen und in eine eigene Revision seines Handelns einzutreten, denn er hat bis dato keine wirkliche Reue gezeigt, geschweige denn Bereitschaft zur wirklichen Verantwortung seines Handelns. Uli Hoeneß hat während der Zeit seiner Strafverbüßung vielfältige Vorzugsbehandlungen erfahren und schon früh wieder einen Teil seiner Freiheit in form eines Freigänger Status gefunden. Wirkliche Strafe war dies für diesen nicht und es bleiben viele Fragen unbeantwortet.
Die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes bekommen Bildhaft vorgeführt, was Gleichbehandlung vor dem Gesetz scheinbar tatsächlich ist, namentlich wer Geld hat braucht keine Strafe zu fürchten und darf gewiss sein, dass es ihm an nichts fehlen wird.
Merke Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit und Gerechtigkeit wird in diesem Land nach Haben und Soll auf dem Bankkonto getätigt.
Das der FC Bayern sich hier wahrlich nichts gutes tut ist dabei nicht weiter zu Thematisieren !
Es gilt das Bayrische Sprichwort der Amigos.
Mir san mir !!!

erlange Verfahrensdauer oder Hauptverhandlungen sind Normalität gleiches gilt für Ermittlungsverfahren die nicht selten 2 Jahre übersteige...