Donnerstag, 29. November 2012

Das Land Baden-Württemberg muss Straftäter, die Menschenrechtswidrig zu lange in Sicherungsverwahrung waren, entschädigen. Das entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe am Donnerstag und bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. Die Karlsruher Richter sprachen den vier Klägern Entschädigungen zwischen 49.000 und 73.000 Euro zu
 (Az. 12 U 60/12 u.a.).

Sicherungsverwahrung: Vier ehemalige Häftlinge klagten gegen die menschenrechtswidrige Verlängerung ihrer Verwahrung, nun soll Baden-Württemberg ihnen Entschädigungen zahlen.


Das OLG bestätigte eine Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe. Dieses hatte am 24. April geurteilt  dass das Land den vier früheren Sicherungsverwahrten insgesamt 240.000 Euro Entschädigung für überlange Unterbringung zahlen muss. Gegen diese Entscheidung war das Land Baden-Württemberg in Berufung gegangen.




Die Verwahrung der vier einstigen Straftäter in der Justizvollzugsanstalt Freiburg war nach Ablauf der gesetzlich zulässigen zehn Jahre nachträglich und damit unzulässig um bis zu zwölf Jahre verlängert worden, wie das Landgericht in seinem Urteil befand. Die Höhe der Entschädigung setzten die Richter auf 500 Euro monatlich fest - damit ergaben sich für die vier Männer Summen von 73.000 Euro, 65.000 Euro, 53.000 Euro und 49.000 Euro.

Die Männer waren in den siebziger und achtziger Jahren wegen versuchten Mordes, und anderer Straftaten zu langen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Zudem wurde für die Zeit nach Verbüßung der Strafhaft Sicherungsverwahrung angeordnet. Diese durfte nach damaligem Recht nicht länger als zehn Jahre sein. Ab dem 31. Januar 1998 entfiel diese Frist - und die Verurteilten blieben mehr als zehn Jahre in Verwahrung.


2009 erklärte der Europäische Gerichtshofs für Menschenrechte die Gesetzesänderung von 1998 und damit die nachträgliche Verlängerung der Sicherungsverwahrung für rechtswidrig. Die Männer wurden freigelassen, unter Führungsaufsicht gestellt und bekamen Bewährungshilfe. Daraufhin verklagten sie das Land Baden-Württemberg für den zehn Jahre überschreitenden Zeitraum der Sicherungsverwahrung auf Schmerzensgeld.
ulz/dapd/dpa



Die Buchreihe Im Dschungel der Justiz geht in Vier Bänden bereits auf diese Thematik ein, der Vierte Band  Im Dschungel der Justiz Chance oder Untergang, begleitet unter anderem, das Leben eines aus der Sicherungsverwahrung Entlassenen und Skizziert dessen Start in eine sehr Ungewisse Zukunft.

Infos zu den Büchern dieser Reihe und allen anderen Publikationen auch auf der Facebook Seite

Mittwoch, 28. November 2012


  1. In kürze schon gibt es drei Neuerscheinungen, unter anderem zusammen mit meiner Co Autorin und lieben Freundin Martina Reuss. Hilfe mein Kind kommt in die Pubertät, von Pubis & Spätpubertierenden, sowie Im Dschungel der Justiz Chance oder Untergang, komplettieren die bereits sehr Erfolgreichen Buchreihen. Aber auch der Vierte Band aus der Reihe, Eine gescheiterte Existenz das Verlorene Kind, wird schon bald im Handel erscheinen.

    ****Aus erlebten oder im Leben erfahrenden Lernt man sagt man, dies jedoch scheint nicht jeder... so zu begreifen.
    Ich habe in der Lebensgeschichte von C. so manches dargelegt, was er in seiner Kindheit und frühen Jugend erfahren nein Erleiden musste.
    Heute nun geht es weiter wie es den Anschein hat und seine Leiblichen Eltern, sein Vater seine Mutter, haben noch immer nicht begriffen.
    C. ist drauf dran nun vollständig Unterzugehen, er ist wie ich bereits erwähnte, in seiner eigentlichen Entwicklung weit hinter Gleichaltrigen hinterher und steht auf dem Entwicklungsstand eines 14-15 Jährigen,
    nicht aber eines Volljährigen, der er eigentlich sollte. Sein biologisches Alter, entspricht nicht seiner Geistigen und Körperlichen Entwicklung, man darf sagen er ist immer noch in vielen seiner Verhaltensweisen, ein
    gerade erst in die Pubertät gelangtes Kind.


    Nun will er in einer Großstadt Fuß fassen und ist eigentlich überhaupt nicht auf den dafür erforderlichen Entwicklungsstand eines Heranwachsenden.


    Sein vorheriger Chef in dem Praktikums Betrieb einer großen Hotelkette in Süddeutschland, brachte es mehr als deutlich auf den Punkt, als er folgendes aussagte, C, ist nicht oder noch nicht reif genug um eine Ausbildung, egal in welcher Richtung diese gehen mag erfolgreich zu bestehen. Er sagte “Ich kann nicht Glauben, dass dieser Junge bereits Volljährig ist” ” 

    Er macht doch mehr den Geistigen und Körperlichen Eindruck eines
    Kindes auf mich und seine Kollegen, er bedarf dringend einer Soziologischen, pädagogischen aber auch psychologischen Begleitung, bevor er überhaupt an eine Ausbildung heran geht.”


    Nun will dieser Junge ausgerechnet in einer der Größten Städte dieses Landes seinen Weg finden? Er der selbst nicht mit sich klar kommt? Ein sagen wir es einmal vorsichtig, Jugendlich/Kindlicher Homosexueller, der in seinem Verhalten eine unglaublich starke Sexualisierung
    zu tage trägt,


    Naiv und Leichtgläubig auf die Lichter der Stadt und deren Treiben zugeht, wird dann doch wohl eher im Sumpf der Schwulen Szene versinken und als dessen Frisch Fleisch, Sang ja Klanglos untergehen.
    Er war bereits in frühen Kindertagen und seiner beginnenden Pubertät eine Strecke gegangen, die Verantwortungsbewusste Eltern ihren Kindern niemals Wünschen würden.


    C. erzählte mir in der Zeit als er bei mir Unterkam, vieles aus seinen Erlebnissen, seine ersten sexuellen Erfahrungen, die er bereits mit 11-12 Jahren sammelte, in dem er von einem etwa 20-25 Jährigen mehrfach
    quasi mit Alkohol gefügig gemacht wurde, dies aber nie als Missbrauch denn mehr als Liebe empfand,


    C.erzählte auch von seinen vielen Dates die er überall im Land hatte und dort unter anderen mit älteren Männern, Sex auf der Bahnhofstoilette hatte, er sah das aber nie als Missbrauch, sondern denn mehr als
    Abenteuer, Liebe und Zuneigung er sehnte sich nach dieser Zuneigung und Aufmerksamkeit.


    Es war also dann doch mehr die Suche nach Aufmerksamkeit, Zuneigung und Liebe und in seinen vielen Dates die er bereits mit 13-15 Jahren hatte
    gefunden glaubte, abgesehen von seinen früheren ersten Erlebnissen als 11-12 Jähriger. C.lebte in einer selbst erschaffenen Scheinwelt und kann Realität von Fiktion nicht mehr wirklich Unterscheiden.
    Das Äußert sich darin, dass er neuen oder möglichen Freunden aber auch Arbeitskollegen, immer wieder mit kleinen Unwahrheiten aber auch mit seiner starken Sexualisierung auffällt und diese damit doch belügt und
    Verschreckt.


    Viele merken sehr schnell dass C. seiner eigentlichen Entwicklung mindestens 4-5 Jahre hinterher ist und wollen dann doch lieber keinen zu engen Kontakt zu ihm, C. suchte schon nach nicht einmal 9 tagen nach seiner Rückkehr in sein Elternhaus, die ersten Dates und lies sich dann auch auf diese unvermittelt ein, was ihn wieder in alte bekannte Strukturen zurückführte und auch sofort wieder, die bereits bekannten Reaktionen
    seines Vaters, die sich in Missachtung und Ablehnung äußerten zu tage kamen. Sein Date dass er damals schon 9 tage nach seiner Rückkehr in sein Elternhaus getroffen hat, sagte ganz Unverblümt und zufrieden in einem Chat,

    „was „solls“ er war ja leicht zu haben und wollte
    benutzt werden. Ein anderer meinte lapidar, ich wäre ja blöd gewesen, eine solche Gelegenheit, die so einfach und Unkompliziert war, mir entgehen zu lassen. 

    Denn schließlich wollte er es ja selbst und tat einfach alles was ich
    von ihm forderte und erwartet hatte und alles ohne Gegenleistung, besser kann es nicht sein.


    Ein anderer meinte, warum soll ich diese Gelegenheit nicht ausnutzen, er selbst war ja bereit sich auf ein solches Date einzulassen und wusste ganz genau, das dies nichts mit Liebe zu tun hat, sondern es nur der Spaß am Sex ist und so toll war er auch wieder nicht, hatte schon bessere Dates.

    Betrachtet man diese Aussagen, so stellt man sehr schnell fest, was C. für seine Date-Partner tatsächlich ist und war. Ein Objekt der Lust, das man benutzt und nach Gebrauch einfach wegwirft.******

    Mehr anzeigen

    Hilfe mein Kind kommt in die Pubertät, Augen zu und durch. Das Survival Handbuch für Eltern Pubertierender Teenager.
    Nach nur 6 Wochen bereits ein Topseller, vielleicht schaffen wir ja auch den Sprung in die Bestseller Listen....
    Nicht zu Vergessen ein Buchgeschenk kann gutes tun, 25% des Autorenhonorar gehen an die Deutsche Knochenmark Spenderdatei noch bis zum 31.12.2012

    Infos zu allen Neuen Publikationen finden Sie auch auf der Facebook Seite 


Samstag, 24. November 2012



In kürze schon gibt es drei Neuerscheinungen, unter anderem zusammen mit meiner Co Autorin und lieben Freundin Martina Reuss. Hilfe mein Kind kommt in die Pubertät, von Pubis & Spätpubertierenden, sowie Im Dschungel der Justiz Chance oder Untergang, komplettieren die bereits sehr Erfolgreichen Buchreihen. Aber auch der Vierte Band aus der Reihe, Eine gescheiterte Existenz das Verlorene Kind, wird schon bald im Handel erscheinen.


Ein gutes Buch ist immer ein gutes Geschenk.
Außerdem kann man gar Gutes tun damit!!
Noch bis zum 31.12.2012 gehen von jedem Exemplar der Buchreihe Eine gescheiterte Existenz und dem 1 Band Hilfe mein Kind kommt in die Pubertät je 25% des 
Autorenhonorar an die Aktion Herzenssache des SWR/SR und die Deutsche Knochenmark Spender Datei DKMS... zur Unterstützung deren wichtigen Arbeit !!


Infos über diese Aktionen auch auf der Facebook Seite https://www.facebook.com/Lukas.Altenburg
Leider ist es mir aus Gesundheitlichen Gründen nicht möglich auf der Buch Wien zu sein, aber meine Co Autorin Martina Reuss https://www.facebook.com/pages/Martina-Reuss-Autorin/186369838139347?fref=ts wird sicher unter anderem bei Thalia und united p.c. Verlag anzutreffen sein.

Donnerstag, 22. November 2012


Auszug aus Eine gescheiterte Existenz das Verlorenen Kind...
Dieser Band wird in in Kürze Erscheinen und die bisherigen 3 Bände Komplettieren..



****Aus erlebten oder im Leben erfahrenden Lernt man sagt
man, dies jedoch scheint nicht jeder

 so zu begreifen.
Ich habe in der Lebensgeschichte von C. so manches
dargelegt, was er in seiner Kindheit und frühen Jugend
erfahren nein Erleiden musste.
Heute nun geht es weiter wie es den Anschein hat und
seine Leiblichen Eltern, sein Vater seine Mutter, haben
noch immer nicht begriffen.
C. ist drauf dran nun vollständig Unterzugehen, er ist
wie ich bereits erwähnte, in seiner eigentlichen
Entwicklung weit hinter Gleichaltrigen hinterher und
steht auf dem Entwicklungsstand eines 14-15 Jährigen,
nicht aber eines Volljährigen, der er eigentlich sollte.
Sein biologisches Alter, entspricht nicht seiner Geistigen
und Körperlichen Entwicklung, man darf sagen er ist
immer noch in vielen seiner Verhaltensweisen, ein
gerade erst in die Pubertät gelangtes Kind.
Nun will er in einer Großstadt Fuß fassen und ist
eigentlich überhaupt nicht auf den dafür erforderlichen
Entwicklungsstand eines Heranwachsenden.
Sein vorheriger Chef in dem Praktikums Betrieb einer
großen Hotelkette in Süddeutschland, brachte es mehr
als deutlich auf den Punkt, als er folgendes aussagte,
C, ist nicht oder noch nicht reif genug um eine
Ausbildung, egal in welcher Richtung diese gehen mag
erfolgreich zu bestehen. Er sagte
“Ich kann nicht Glauben, dass dieser Junge
bereits Volljährig ist” ” Er macht doch mehr den
Geistigen und Körperlichen Eindruck eines
Kindes auf mich und seine Kollegen, er bedarf
dringend einer Soziologischen, pädagogischen
aber auch psychologischen Begleitung, bevor er
überhaupt an eine Ausbildung heran geht.”
Nun will dieser Junge ausgerechnet in einer der Größten
Städte dieses Landes seinen Weg finden? Er der selbst
nicht mit sich klar kommt? Ein sagen wir es einmal
vorsichtig, Jugendlich/Kindlicher Homosexueller, der in
seinem Verhalten eine unglaublich starke Sexualisierung
zu tage trägt,
Naiv und Leichtgläubig auf die Lichter der Stadt und
deren Treiben zugeht, wird dann doch wohl eher im
Sumpf der Schwulen Szene versinken und als dessen
Frisch Fleisch, Sang ja Klanglos untergehen.
Er war bereits in frühen Kindertagen und seiner
beginnenden Pubertät eine Strecke gegangen, die
Verantwortungsbewusste Eltern ihren Kindern niemals
Wünschen würden.
C. erzählte mir in der Zeit als er bei mir Unterkam,
vieles aus seinen Erlebnissen, seine ersten sexuellen
Erfahrungen, die er bereits mit 11-12 Jahren sammelte,
in dem er von einem etwa 20-25 Jährigen mehrfach
quasi mit Alkohol gefügig gemacht wurde, dies aber nie
als Missbrauch denn mehr als Liebe empfand,
C.erzählte auch von seinen vielen Dates die er überall im
Land hatte und dort unter anderen mit älteren
Männern, Sex auf der Bahnhofstoilette hatte, er sah das
aber nie als Missbrauch, sondern denn mehr als
Abenteuer, Liebe und Zuneigung er sehnte sich nach
dieser Zuneigung und Aufmerksamkeit.
Es war also dann doch mehr die Suche nach
Aufmerksamkeit, Zuneigung und Liebe und in seinen
vielen Dates die er bereits mit 13-15 Jahren hatte
gefunden glaubte, abgesehen von seinen früheren ersten
Erlebnissen als 11-12 Jähriger. C.lebte in einer selbst
erschaffenen Scheinwelt und kann Realität von Fiktion
nicht mehr wirklich Unterscheiden.
Das Äußert sich darin, dass er neuen oder möglichen
Freunden aber auch Arbeitskollegen, immer wieder mit
kleinen Unwahrheiten aber auch mit seiner starken
Sexualisierung auffällt und diese damit doch belügt und
Verschreckt.
Viele merken sehr schnell dass C. seiner eigentlichen
Entwicklung mindestens 4-5 Jahre hinterher ist und
wollen dann doch lieber keinen zu engen Kontakt zu
ihm,
C. suchte schon nach nicht einmal 9 tagen nach seiner
Rückkehr in sein Elternhaus, die ersten Dates und lies
sich dann auch auf diese unvermittelt ein, was ihn
wieder in alte bekannte Strukturen zurückführte und
auch sofort wieder, die bereits bekannten Reaktionen
seines Vaters, die sich in Missachtung und Ablehnung
äußerten zu tage kamen. Sein Date dass er damals schon
9 tage nach seiner Rückkehr in sein Elternhaus getroffen
hat, sagte ganz Unverblümt und zufrieden in einem
Chat,
„was „solls“ er war ja leicht zu haben und wollte
benutzt werden. Ein anderer meinte lapidar,
ich wäre ja blöd gewesen, eine solche
Gelegenheit, die so einfach und Unkompliziert
war, mir entgehen zu lassen. Denn schließlich
wollte er es ja selbst und tat einfach alles was ich
von ihm forderte und erwartet hatte und alles
ohne Gegenleistung, besser kann es nicht sein.
Ein anderer meinte, warum soll ich diese
Gelegenheit nicht ausnutzen, er selbst war ja
bereit sich auf ein solches Date einzulassen und
wusste ganz genau, das dies nichts mit Liebe zu
tun hat, sondern es nur der Spaß am Sex ist und
so toll war er auch wieder nicht, hatte schon
bessere Dates.
Betrachtet man diese Aussagen, so stellt man sehr
schnell fest, was C. für seine Date-Partner tatsächlich ist
und war. Ein Objekt, das man benutzt und nach
Gebrauch einfach wegwirft.******


Infos zu allen Neuen Publikationen auch auf den Facebook Seiten

Der TV Dreh zu der Buchreihe Im Dschungel der Justiz und den anderen Publikationen, für RTL Explosiv



Thema unter anderem die fortdauernden Maßnahmen gegen einen Ehemaligen Sicherungsverwahrten, der nach Feststellung eines Oberlandesgerichtes und mehrer Gutachter, keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit darstellt
und trotzdem seit 1 Jahr unter permanenter Polizei Überwachung mit Unverhältnismäßigen Aufwand steht.

Weitere Themen dieser Produktion, die Buchreihe 
Im Dschungel der Justiz und alle meine bisherigen Buch Veröffentlichungen zu unterschiedlichen Gesellschaftlichen Themen.



Auch die Neuerscheinungen..

Eine gescheiterte Existenz das Verlorene Kind, wie auch
Hilfe mein Kind kommt in die Pubertät von Pubis & Spätpubertierenden, findet darin einen Platz.



Infos auch auf den Facebook Seiten 

Mittwoch, 21. November 2012

Die Webseite Lukas-Altenburg.de ist ab 1. Dezember 2012 im Neuen Designe wieder Online !!
Alle Infos zu den Publikationen gibt es aber auch hier sowie auf den Facebook Seiten 


Schon in kürze Erscheinen drei Neue Publikationen.

Hilfe mein Kind kommt in die Pubertät von Pubis & Spätpubertierenden 
der Zweite Band dieser Buchreihe ist bereits im Druck und verspricht, neben Nützlichen Tipps für Pubis und deren gestressten Eltern, auch eine Menge zum Schmunzeln.
Hilfe mein Kind kommt in die Pubertät Augen zu und durch " Engelsdorfer Verlag" Band 1


Eine gescheiterte Existenz das Verlorene Kind.
der Vierte Band aus der Buchreihe, wird schon bald im Handel sein und wiederum, das Versagen unserer Gesellschaft und Uns selbst deutlich zu Tage bringen-



Im Dschungel der Justiz Chance oder Untergang
der Vierte Band dieser Buchreihe ist bereits vor seinem Erscheinen, in einer großen Diskussion über das Gesellschaftliche Handeln und dem sich darstellenden Dschungel der Justiz
Schon in kürze wird auch dieser Vierte Band im Handel sein.

Montag, 19. November 2012


Auszug aus Eine gescheiterte Existenz das Verlorenen Kind...
Dieser Band wird in in Kürze Erscheinen und die bisherigen 3 Bände Komplettieren..




****Aus erlebten oder im Leben erfahrenden Lernt man sagt
man, dies jedoch scheint nicht jeder

 so zu begreifen.
Ich habe in der Lebensgeschichte von C. so manches
dargelegt, was er in seiner Kindheit und frühen Jugend
erfahren nein Erleiden musste.
Heute nun geht es weiter wie es den Anschein hat und
seine Leiblichen Eltern, sein Vater seine Mutter, haben
noch immer nicht begriffen.
C. ist drauf dran nun vollständig Unterzugehen, er ist
wie ich bereits erwähnte, in seiner eigentlichen
Entwicklung weit hinter Gleichaltrigen hinterher und
steht auf dem Entwicklungsstand eines 14-15 Jährigen,
nicht aber eines Volljährigen, der er eigentlich sollte.
Sein biologisches Alter, entspricht nicht seiner Geistigen
und Körperlichen Entwicklung, man darf sagen er ist
immer noch in vielen seiner Verhaltensweisen, ein
gerade erst in die Pubertät gelangtes Kind.
Nun will er in einer Großstadt Fuß fassen und ist
eigentlich überhaupt nicht auf den dafür erforderlichen
Entwicklungsstand eines Heranwachsenden.
Sein vorheriger Chef in dem Praktikums Betrieb einer
großen Hotelkette in Süddeutschland, brachte es mehr
als deutlich auf den Punkt, als er folgendes aussagte,
C, ist nicht oder noch nicht reif genug um eine
Ausbildung, egal in welcher Richtung diese gehen mag
erfolgreich zu bestehen. Er sagte
“Ich kann nicht Glauben, dass dieser Junge
bereits Volljährig ist” ” Er macht doch mehr den
Geistigen und Körperlichen Eindruck eines
Kindes auf mich und seine Kollegen, er bedarf
dringend einer Soziologischen, pädagogischen
aber auch psychologischen Begleitung, bevor er
überhaupt an eine Ausbildung heran geht.”
Nun will dieser Junge ausgerechnet in einer der Größten
Städte dieses Landes seinen Weg finden? Er der selbst
nicht mit sich klar kommt? Ein sagen wir es einmal
vorsichtig, Jugendlich/Kindlicher Homosexueller, der in
seinem Verhalten eine unglaublich starke Sexualisierung
zu tage trägt,
Naiv und Leichtgläubig auf die Lichter der Stadt und
deren Treiben zugeht, wird dann doch wohl eher im
Sumpf der Schwulen Szene versinken und als dessen
Frisch Fleisch, Sang ja Klanglos untergehen.
Er war bereits in frühen Kindertagen und seiner
beginnenden Pubertät eine Strecke gegangen, die
Verantwortungsbewusste Eltern ihren Kindern niemals
Wünschen würden.


C. erzählte mir in der Zeit als er bei mir Unterkam,
vieles aus seinen Erlebnissen, seine ersten sexuellen
Erfahrungen, die er bereits mit 11-12 Jahren sammelte,
in dem er von einem etwa 20-25 Jährigen mehrfach
quasi mit Alkohol gefügig gemacht wurde, dies aber nie
als Missbrauch denn mehr als Liebe empfand,
C.erzählte auch von seinen vielen Dates die er überall im
Land hatte und dort unter anderen mit älteren
Männern, Sex auf der Bahnhofstoilette hatte, er sah das
aber nie als Missbrauch, sondern denn mehr als
Abenteuer, Liebe und Zuneigung er sehnte sich nach
dieser Zuneigung und Aufmerksamkeit.
Es war also dann doch mehr die Suche nach
Aufmerksamkeit, Zuneigung und Liebe und in seinen
vielen Dates die er bereits mit 13-15 Jahren hatte
gefunden glaubte, abgesehen von seinen früheren ersten
Erlebnissen als 11-12 Jähriger. C.lebte in einer selbst
erschaffenen Scheinwelt und kann Realität von Fiktion
nicht mehr wirklich Unterscheiden.
Das Äußert sich darin, dass er neuen oder möglichen
Freunden aber auch Arbeitskollegen, immer wieder mit
kleinen Unwahrheiten aber auch mit seiner starken
Sexualisierung auffällt und diese damit doch belügt und
Verschreckt.
Viele merken sehr schnell dass C. seiner eigentlichen
Entwicklung mindestens 4-5 Jahre hinterher ist und
wollen dann doch lieber keinen zu engen Kontakt zu
ihm,
C. suchte schon nach nicht einmal 9 tagen nach seiner
Rückkehr in sein Elternhaus, die ersten Dates und lies
sich dann auch auf diese unvermittelt ein, was ihn
wieder in alte bekannte Strukturen zurückführte und
auch sofort wieder, die bereits bekannten Reaktionen
seines Vaters, die sich in Missachtung und Ablehnung
äußerten zu tage kamen. Sein Date dass er damals schon
9 tage nach seiner Rückkehr in sein Elternhaus getroffen
hat, sagte ganz Unverblümt und zufrieden in einem
Chat,
„was „solls“ er war ja leicht zu haben und wollte
benutzt werden. Ein anderer meinte lapidar,
ich wäre ja blöd gewesen, eine solche
Gelegenheit, die so einfach und Unkompliziert
war, mir entgehen zu lassen. Denn schließlich
wollte er es ja selbst und tat einfach alles was ich
von ihm forderte und erwartet hatte und alles
ohne Gegenleistung, besser kann es nicht sein.
Ein anderer meinte, warum soll ich diese
Gelegenheit nicht ausnutzen, er selbst war ja
bereit sich auf ein solches Date einzulassen und
wusste ganz genau, das dies nichts mit Liebe zu
tun hat, sondern es nur der Spaß am Sex ist und
so toll war er auch wieder nicht, hatte schon
bessere Dates.
Betrachtet man diese Aussagen, so stellt man sehr
schnell fest, was C. für seine Date-Partner tatsächlich ist
und war. Ein Objekt, das man benutzt und nach
Gebrauch einfach wegwirft.******



Alle Informationen über die Buchreihe Eine gescheiterte Existenz auch auf den Facebook Seiten

Michelle Krumm.........
An alle Jungs, denen die Hose mehr oder weniger in den Kniekehlen hängt als an der Hüfte. Wusstest ihr, dass diese Mode aus dem Knast kommt und signalisiert, dass ihr verfügbar seit?
Wenn ihr schon zeigen wollt, dass ihr verfügbar seid, dann tut es doch bitte mit einem Lächeln und ZIEHT VERDAMMT NOCHMAL DIE HOSEN HOCH!

HA HA HA tja Jungs da habt ihr es xD


Zur Erinnerung aus unserem ersten Band......
Hilfe mein Kind kommt in die Pubertät. Augen zu und durch.

Die Baggyhosenphase....

Auch die Baggyhosenphase meines Sohnes ging irgendwann wieder vorüber, doch bis es soweit war, erlebte ich einiges.
So z. B. an einem Freitagmorgen. Er hatte sich gerade in seine Klamotten geworfen und die wie sein Opa diese Art von Hosen immer so liebevoll zu nennen pflegte, Schnellscheißerhosen... Sie verzeihen mir diesen Ausdruck, aber den kann man nicht umschreiben... hielt er mit einem Gürtel zusammen, damit sie ihm nicht vollkommen über seinen Hintern rutschten. Der Bund seiner Boxershorts sah oben heraus und die Hosen schlabberten um seine Knie herum, als würden sie ihm nicht gehören. Der Zwickel der Hose langte ebenfalls bis fast zu den Knien. Er bekam in dieser Zeit einen seltsam breitbeinigen Gang, der mich zur Verzweiflung brachte und jeden der es sah glauben machte, er habe O-Beine. Doch was sollte ich tun... ich zwang mich cool zu bleiben, genau so wie mein Junior es von mir wollte.

Nun er ging also in diesem Outfit zur Schule. Alles schien in Ordnung, bis ich gerade bei einem wichtigen Termin sitzend einen Anruf von seiner Schule bekam, es war halb 9. Die Sekretärin berichtete mir, dass mein armer Sohn im Krankenzimmer säße mit furchtbaren Bauchschmerzen und es sei ihm speiübel. Ich solle doch bitte kommen und das arme bedauernswerte Etwas abholen und ihn am besten gleich zu einem Arzt bringen, da in der Schule wieder mal ein Magen-Darm-Virus umginge. 
Also entschuldigte ich mich bei meinem Kunden vielmals und stürmte los. 
In der Schule angekommen, fand ich mein Kind wirklich weiß wie die Wand vor. Er saß in einer für mich allerdings seltsam übertrieben gekrümmten Haltung auf der Krankenliege und hatte seine Winterjacke noch an. Die Schultasche fest an den Leib gepresst. Er meinte nur... Mum mir ist so schlecht... Also nahm ich ihn mit und die nette Sekretärin wünschte ihm noch gute Besserung. Mit einem übertrieben gequält klingenden "Danke" verließen wir die Schule. 

Im Auto angekommen, bekam er plötzlich wieder eine einigermaßen normale Gesichtsfarbe. Ich wollte nun endlich wissen was wirklich mit ihm los sei. Da platzte es förmlich aus ihm heraus.

Er warf die Schultasche in den Fußraum meines Autos und riss dabei seine Jacke auf. Das Bild das sich mir bot verführte mich zu einem schallenden Lachen. Er grunzte mich an und schrie, hätte ich vielleicht sooooo in der Schule bleiben sollen. Seine Baggy war vom Po bis ganz nach vorne aufgerissen und er hatte mehr ein Röckchen denn einer Hose an. 

Mich immer noch nicht beruhigen könnend fragte ich ihn glucksend wie das passiert war. Nun es stellte sich heraus, dass er auf einer Eisplatte auf dem Schulhof ausgerutscht war, einen Zirkusreifen Spagat hingelegt hatte und sich dabei die Hosen, die ja ohnehin beim Gehen nicht viel Bewegungsfreiheit boten total zerrissen hatte.

Zu Hause schockte ich ihn erst mal damit, dass ich ihm anbot eine andere Hose anzuziehen und ihn dann wieder zur Schule zu bringen. Doch das wäre ja OBERPEINLICH gewesen, denn dann wäre ja alles Rausgekommen und ... Mum das kannst du mir doch nicht antun. Also rief ich unseren Hausarzt an, den ich persönlich sehr gut kannte und fragte ihn nach einem Schulattest für diesen Tag.

Er wollte von mir wissen was dem armen Jungen denn fehlt und ich antwortete ihm.
>Am besten schreibst du rein er leidet an chronischem Hosenzerreissen< Auch er amüsierte sich köstlich über die Geschichte, denn sein eigener Sohn genauso alt wie meiner, die sich ja schon aus dem Kindergarten kannten, trug derzeit auch die selben Baggys und er freute sich schon diebisch darauf, das seinem Junior so was auch mal passieren könnte.

Aber ein gutes hatte es... dieser Freitag und mein versemmelter Termin trugen zumindest dazu bei, dass er am nächsten Morgen zu mir kam und verkündete ich müsse dringend mit ihm Hosen kaufen gehen, denn Baggys würden wohl langsam nun doch aus der Mode kommen... mit seinen Worten die sind jetzt total out...
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Donnerstag, 15. November 2012


"Ab in die Psychiatrie!"

Das Straßburger Urteil betrifft die sogenannten Altfälle, bei denen die Sicherungsverwahrung nachträglich verhängt oder über zehn Jahre hinaus verlängert wurde, obwohl das zum Zeitpunkt des Urteils eigentlich noch nicht möglich war. Um die Betroffenen trotzdem nicht entlassen zu müssen, wurde im Januar eilig das sogenannte Therapieunterbringungsgesetz (ThUG) verabschiedet.
Es sieht vor, dass die Gefangenen nicht entlassen werden, sofern sie wegen einer psychischen Störung hochgefährlich sind. Ob der Gefangene eine solche Störung hat, entscheiden Landesgerichte anhand von zwei unabhängigen Gutachten. Aber für viele Juristen und Psychiater ist das ein Unding: Denn ob eine psychische Krankheit die Ursache einer Gewalt- oder Sexualstraftat war, wird ohnehin im Gerichtsverfahren geprüft. Ist der Verbrecher krank, kommt er statt in den Knast in den Maßregelvollzug, bis das Risiko seiner Entlassung vertretbar ist. Bei den Sicherungsverwahrten war das offensichtlich nicht der Fall.
Aber, argumentiert der Gesetzgeber, die hochgefährlichen Insassen seien zwar zurechnungsfähig, aber trotzdem "gestört". Für die Sicherungsunterbringung reicht eine Persönlichkeitsstörung mit "abnorm aggressivem und ernsthaft unverantwortlichem Verhalten". Das Bundesverfassungsgericht urteilte vor kurzem, eine solche Störung im Sinne des ThUG müsse keine psychiatrische Krankheit oder Unzurechnungsfähigkeit sein. Eine "dissoziale Persönlichkeitsstörung", eine Störung der Impuls- oder Triebkontrolle oder eine gefährliche Sexualpräferenz wie Pädophilie oder Sadismus genügen. Diese Definition umfasst sehr, sehr viele Menschen - innerhalb der Gefängnisse und draußen.
Der bekannte Münchner Forensiker Norbert Nedopil nannte diesen Störungsbegriff "hochgefährlich": "Er definiert alles und nichts, er eröffnet dem Missbrauch der Psychiatrie Tür und Tor." Arno Deister vom Arbeitskreis der Chefärzte von Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern kommentierte: "Die Straftäter, um die es geht, sind zwar gefährlich, aber nicht psychisch krank. Deshalb fallen sie auch nicht in unseren Aufgabenbereich." Psychiater müssen schon aus professionellen Gründen gegen diesen Versuch vorgehen. Das ThUG macht sie zu "einer Art Wachunternehmen" für Gefangene, die oft nicht zu einer psychologischen Behandlung nicht fähig oder nicht bereit sind.
Fast 1000 Gefangene sitzen ihre Strafe ab und haben die Sicherungsverwahrung zumindest als Möglichkeit in ihrem Urteil stehen. Die Zahl der Verwahrten könnte bald wieder einen neuen Rekord erreichen. Allerdings wird auch das ThUG wahrscheinlich letztlich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte kassiert werden. Dann werden die Anstalten wieder überrascht sein, Polizisten und Reporter den Entlassenen auf Schritt und Tritt folgen - und Entschädigungen für die ungerechtfertigte Haftzeit gezahlt werden.
Das ThUG ist ein Etikettenschwindel: Um bestimmte Menschen hinter Gitter zu bringen, werden sie für psychisch krank erklärt, obwohl sie es nicht sind. Man muss für die Menschen, die da präventiv weggeschlossen werden, keine Sympathie empfinden, um das besorgniserregend zu finden. Die Sicherungsverwahrung wird häufig als "die schärfste Waffe des Strafrechts" bezeichnet. Zurecht - die Maßnahme ist keine Folge eines konkreten Gesetzesverstoßes, der entsprechend der Schwere der Schuld bestraft wird, sondern dreht sich um die Persönlichkeit des Täters, seinem "Hang zu schweren Straftaten", wie es das Gesetz formuliert. Er gilt als unbelehrbar, "durch Strafe nicht zu beeindrucken". Die Nazis, die 1933 die Verwahrung einführten, sprachen von "gefährlichen Gewohnheitsverbrechern". Für eine demokratische Gesellschaft ist es entscheidend, wie diese Feinderklärung abläuft und wen sie treffen kann.

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In kürze Erscheint der Vierte Band aus der Reihe Im Dschungel der Justiz

Mittwoch, 14. November 2012



Die Therapie Unterbringung 


Die Vorgeschichte zum hier kommentierten Beschluss des Bundesverfassungsgericht ist bekannt: Ende 2009 erging im Fall M. v. Deutschland2 das Urteil des Europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte (EGMR), in dem festgestellt wurde, dass die rückwirkende Aufhebung der 10-Jahres-Frist für die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung im Jahr 1998 gegen die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) verstößt. Es dauerte ein knappes Jahr, bis das Recht der Sicherungsverwahrung reformiert wurde und weitere fünf Monate, bis das
Bundesverfassungsgericht im Mai 2011 sämtliche Regelungen zur Sicherungsverwahrung für verfassungswidrig erklärte und den Gesetzgeber zur Neukonzeption binnen der nächsten zwei Jahre verpflichtete.3 Die Zeit dazwischen war geprägt von einer kontrovers geführten Debatte über die Zukunft der
Sicherungsverwahrung und das weitere Schicksal der sog. „Parallel-“ oder „Altfälle“. Zu diesen gehören diejenigen Sicherungsverwahrten, gegen die ebenso wie gegen M. bereits
vor 1998 Sicherungsverwahrung angeordnet worden war. Während einige Oberlandesgerichte aus der Straßburger Entscheidung folgerten, dass die Betroffenen aus der Verwahrung zu entlassen seien, wartete man in anderen OLGBezirken ab und wurde schließlich erst durch den BGH, dann durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt: Obwohl Vertrauensschutzbelange
der Betroffenen tangiert seien, könne eine verschärfte Verhältnismäßigkeitsprüfung zum Schutz
höchstwertiger Rechtsgüter die Fortdauer der Sicherungsverwahrung rechtfertigen. Gegen diejenigen der Betroffenen, bei denen „eine hochgradige Gefahr schwerster Gewalt- oder Sexualdelikte aus konkreten Umständen in der Person oder dem Verhalten des Untergebrachten abzuleiten ist“, kann daher nun weiter Sicherungsverwahrung vollzogen werden, wenn sie an einer „psychischen Störung im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 ThuG“ leiden.4 Damit will das Bundesverfassungsgericht erreichen, dass die Fortdauer der Sicherungsverwahrung in den Altfällen auch im Licht der EMRK zu rechtfertigen ist, weil sie nach dieser Konstruktion Art. 5 Abs. 1 lit. e EMRK unterfallen soll. Am Begriff der „psychischen Störung“ hängt damit sehr viel – um diesen Begriff soll es im Folgenden allein gehen. Seine Einführung in die Debatte erfolgte mit dem „Gesetz zur Therapierung und Unterbringung psychisch gestörter Gewalttäter“ (Therapieunterbringungsgesetz = ThuG).5 Der Gesetzgeber, der nach dem Eintritt der Rechtskraft der Straßburger Entscheidung im Fall M. im Frühjahr 2010 unter erheblichen Handlungsdruck geraten war und ganz offenbar mit Entlassungen durch die Gerichte rechnete, wollte zum einen seinen völkerrechtlichen Pflichten nachkommen und das Urteil umsetzen, andererseits verhindern, dass alle konventionswidrig
Verwahrten tatsächlich auf freien Fuß kommen. Für sie wurde das ThuG als Teil des oben genannten Gesetzespakets erdacht und trat am 1.1.2011 in Kraft; es ist vom Verdikt der
Verfassungswidrigkeit des Bundesverfassungsgerichts ausdrücklich nicht betroffen.

Der erfasste Personenkreis beschränkt sich nach § 1 ThuG auf Personen, die „deshalb nicht länger in der Sicherungsverwahrung untergebracht werden“ können, „weil ein Verbot rückwirkender Verschärfungen im Recht der Sicherungsverwahrung zu berücksichtigen ist“. Damit sind grundsätzlich nur die Parallelfälle erfasst.6 Die Betroffenen müssen außerdem nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 ThuG „an einer psychischen Störung
leiden.“ Eine „Gesamtwürdigung ihrer Persönlichkeit, ihres Vorlebens und ihrer Lebensverhältnisse“ muss dann ergeben, dass sie „infolge ihrer psychischen Störung mit hoher Wahrscheinlichkeit das Leben, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder die sexuelle Selbstbestimmung einer anderen Person erheblich beeinträchtigen werden“. Ferner muss nach Nr. 2 die Unterbringung aus den in Nr. 1 genannten Gründen zum Schutz der Allgemeinheit erforderlich sein (wobei fraglich ist, welches zusätzliche Tatbestandserfordernis hieraus gewonnen wird). Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts v. 4.5.2011 verbleibt dem ThuG nur ein kleiner Anwendungsbereich, weil die Parallelfallproblematik
trotz des Vertrauensschutzgebotes bei hochgradiger Gefährlichkeit des Betroffenen ja gerade zugunsten
einer weiteren Unterbringung in der Sicherungsverwahrung aufgelöst worden ist und zuvor nur wenige Betroffene entlassen worden waren.
1 BVerfG, Beschl. v. 15.9.2011 – 2 BvR 1516/11.
2 EGMR NJW 2010, 2495.
3 BVerfG NJW 2011, 1931.
4 BVerfG NJW 2011,1931, Nr. III. 2. a) des Tenors.



Dienstag, 13. November 2012


Sicherheit oder Freiheit?

Der Wunsch, möglichst alle schweren Straftaten zu verhindern, ist verständlich. Der Gesetzgeber erkauft sich die Erfüllung dieses Wunsches durch Prognosen über Straftaten, die noch gar nicht begangen wurden. Nach allen vorliegenden Untersuchungen müssten wir aber um eine einzige schwere Straftat zu verhindern etwa zwanzig Gefangene mit schlechten Prognosen nach dem Ende ihrer regulären Haftzeit hinter Schloss und Riegel halten. Das ist eine nur schwer zu rechtfertigende Quote.
Außerdem werden viele schwere Straftaten von bisher unbescholtenen Menschen begangen. Die Schutzlücken-Logik würde verlangen, dass wir Reihenuntersuchungen vornehmen und alle Personen mit schlechten Prognosen "aus dem Verkehr ziehen". Das wird bisher glücklicherweise von niemandem gefordert. Es wäre auch das Ende des Rechtsstaates wie wir ihn kennen.


Therapieunterbringungsgesetz verstößt bereits gegen GG und EMRK

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in mehreren Entscheidungen deutlich gemacht, dass Deutschland insbesondere durch die nachträgliche Sicherungsverwahrung gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) verstoßen hat. Denn nach Art. 5 Abs. 1a EMRK muss jeder strafrechtliche Freiheitsentzug in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Verurteilung stehen.
Nach Art. 5 Abs. 1e EMRK dürfen "psychisch Kranke" stationär in einer geschlossenen Einrichtung behalten werden. Das deutsche Therapieunterbringungsgesetz versucht genau darauf auszuweichen. Allerdings ist das Gesetz ausdrücklich nur für die Altfälle gedacht, die aufgrund der Straßburger Entscheidungen freigelassen werden müssten. Diese Beschränkung wollte die Mehrheit im Bundesrat nun aufheben.
Es war jedoch von Anfang an umstritten, ob das Therapieunterbringungsgesetz überhaupt mit dem Grundgesetz und der EMRK übereinstimmt. Der Strafrichter Thomas Ullenbruchstellte gleich mehrere Verstöße fest: Zum einen sei der Bund gar nicht zuständig, zum anderen werde ein Einzelfallgesetz geschaffen, um die Entscheidung des EGMR auszuhebeln, und darüber hinaus fehle dem Begriff der "psychischen Störung" jegliche Bestimmtheit. Die Straßburger Richter selbst legen den Begriff der psychischen Krankheit eng aus. Es müsse sich um eine andauernde echte Geisteskrankheit von beträchtlichem Ausmaß handeln.
Neuer Ärger mit Straßburg ist bereits vorprogrammiert.
Infos zu allen Publikationen auch auf den Facebook Seiten 

Montag, 12. November 2012

Die Webseiten Lukas-Altenburg.de ist aus Technischen Gründen zur Zeit nicht erreichbar...Alternativ stehen aber die Webseiten Lukas-Altenburg.eu und http://lukas-altenburg.blogspot.de/zur Verfügung. Der Dienstanbieter ist bemüht das Problem schnell in den Griff zu bekommen.Ich entschuldige mich bei allen meinen Gästen für diese Ausfälle und verweise auch auf die Facebook Seiten, auf denen auch immer die aktuellsten Informationen zu allen meinen Publikationen zu finden sind.



Donnerstag, 8. November 2012


Thesen zur Pubertät

Die Pubertät ist eine Entwicklungsnotwendigkeit. Sie zeigt sich nicht bei allen Jugendlichen gleich deutlich im Verhalten. Selbst relativ heftige Erscheinungsformen sind durchaus “normal” – auch wenn sie mitunter schwer auszuhalten sind (und die Nachbarn, Verwandte und Bekannte die Nase rümpfen und mit guten Tipps – oder Vorhaltungen – nicht sparen). Problematischer ist, wenn sich bei einem Jugendlichen kaum oder gar keine Anzeichen pubertärer Vorgänge zeigen. Henning Köhler spricht in diesem Zusammenhang vom “Drama des folgsamen Kindes”. Die innere Unabhängigkeit und Eigenständigkeit, die sich Jugendliche während der Pubertät erwerben, sind später im Leben weitaus schwerer zu erringen.
Hauptaufgabe der Jugendlichen in der Pubertät ist es, sich frei zu strampeln und in dem Chaos, in das sie sich stürzen, einen Weg zu finden, mit dem sie sich identifizieren können. Irgendwo zu Beginn der Reise haben sie sich etwas vorgenommen für dieses Leben. Es zumindest ahnungsweise wieder zu finden, ist die Herausforderung der Pubertät. Das Leben auszuschmecken in all seinen (menschlichen) Höhen und Tiefen, ist unerlässlich, um sich wirklich orientieren zu können, ohne darauf angewiesen zu sein, fremdes “Wissen”, fremde Erfahrung ungeprüft zu übernehmen. Zeitweilig können die jungen Menschen (sich) dabei verloren gehen. Wichtig ist, dass sie den Glauben an sich nicht ganz verlieren. Dabei können wir ihnen helfen: indem wir an sie glauben, unverbrüchlich, egal, was sie tun, egal, wie sie sich zeigen, egal, wohin sie sich verirren. Vertrauen beweist sich erst wirklich, wenn es (scheinbar) enttäuscht wird, wenn es auf die Probe gestellt wird.
Jugendliche während der Pubertät brauchen ein Gegenüber. Sie durch die Wirren der Pubertät zu begleiten, ist nicht immer eine dankbare Aufgabe. Wir werden für die Jugendlichen zu Projektionsflächen für alles, von dem sie sich lossagen müssen, um einen eigenen Standpunkt finden zu können. Wir repräsentieren für sie alles, was “out” ist, überholt und von gestern. Alles, was sie zwingt, anders zu sein, als sie (meinen) sein (zu) wollen. Wir werden zu Gegenspielern. Wir müssen diese Rolle auch spielen: unsere Meinungen, Haltungen, Ansichten offen(siv) vertreten, klar Stellung beziehen und Grenzen setzen. Aber auch zuhören, ernsthaft zuhören und Interesse zeigen. Vertrauen, Interesse und Standhaftigkeit sind die Hauptkräfte, die Jugendlichen helfen, heil durch die Wirren der Pubertät zu finden.
Die Pubertät ist unvermeidbar. Sie ist ein notwendiger Entwicklungs-Schritt, ein Individualisierungsschritt – wichtiger denn je in einer Zeit, in der Verwandtschafts- und Familienbeziehungen, Schicht- und Klassenzugehörigkeit, Traditionen und überlieferte Verhaltensweisen eine immer geringere Rolle spielen. In der es Aufgabe eines jedes einzelnen Menschen ist, mehr als je zuvor, seinen eigenen Weg zu finden, seine individuelle Aufgabe, seinen Platz in der Welt. Die Pubertät zeigt sich nicht bei allen Jugendlichen gleich deutlich im Verhalten. Auch relativ heftige Erscheinungsformen sind durchaus “normal” – wenn sie auch mitunter schwer auszuhalten sind (und Nachbarn und “Freunde” die Nase rümpfen und mit guten Tipps – oder Vorhaltungen – nicht sparen). Um Jugendliche, die kräftig und auffällig pubertieren, müssen wir uns in der Regel weit weniger Sorgen machen, als um solche, die es nicht tun.
Die innere Unabhängigkeit und Eigenständigkeit, die sich Jugendliche während der Pubertät erwerben, sind später im Leben weitaus schwerer zu erringen. Wenn ein Kind nicht pubertiert, bezahlt es oft mit seelischer Unfreiheit. Die Chance, die eigene Individualität zu entdecken, zu erproben und zu festigen, ist weitgehend ungenutzt geblieben. Henning Köhler spricht in diesem Zusammenhang vom “Drama des folgsamen Kindes” (siehe auch “Essentials: Umwertung aller Werte”). Irgendwann stellt sich Lebensüberdruss ein, das Gefühl der Wertlosigkeit und des Versagens. Und zu einem Zeitpunkt, an dem der Mensch sich bereits in viele Verantwortlichkeiten versponnen hat, wird er in verzweifelten Ausbrüchen Pubertät nachholen – im besseren Falle. Im schlechteren bleibt der Mensch in einem Leben aus Anpassung und Lustlosigkeit gefangen, gibt sich auf und flüchtet in Abstumpfung und Betäubung. Wir haben es dann mit wenig kreativen, im Grund frustrierten und zynischen Erwachsenen zu tun, die nur schwer Verantwortung übernehmen können, weder für sich selbst noch für andere – Menschen, die ihre Gefühle verschlossen halten und kaum jemanden wirklich an sich herankommen lassen.
Pubertät hat – entgegen der Ansicht z.B. von Barbara Sichtermann – weniger mit Hormonen zu tun als wir gemeinhin denken. Die Geschlechtsreife ist Teil eines komplexen Ganzen, das sich gleichzeitig auf der physischen, seelischen und geistigen Ebene abspielt. Natürlich hat Testosteron beispielsweise Einfluss auf das Verhalten eines Menschen und wer diesen Einfluss studiert, versteht das Verhalten vieler Männer besser als zuvor. Natürlich hat es einen Einfluss auf die Körperempfindung, auf das Selbst(wert)gefühl, wenn der Körper plötzlich völlig neue Formen annimmt, die ein Kind an der Schwelle zur Jugend noch nicht ausfüllen kann; wenn die Körperproportionen aus dem Gleichgewicht kippen, die Stimme bricht, Hoden wachsen und Brüste schwellen. Wenn das Vertrauteste, Verlässlichste nahezu von einem Tag auf den anderen fremd wird und unzugänglich. Natürlich spielt es eine Rolle, wenn im Seelenraum plötzlich Vorstellungen sexuellen Inhalts auftauchen, drängend und gar nicht immer schön. Oder man bemerkt, dass man begehrliche Blicke auf sich zieht und nicht weiss, ob man freudig erregt sein soll oder schreiend davonlaufen – und vor allem: was das alles mit einem selbst zu tun hat. Es ist befremdlich für Jugendliche, wenn es ihnen bewusst wird, dass Sexualität das Leben der Erwachsenen in einem Mass bestimmt, von dem sie als Kinder so gut wie gar nichts geahnt haben. Wenn sie spüren, dass auch sie selbst diesem Sog ausgesetzt sind, einem Sog, der Angst macht, fasziniert und – verunsichert. Natürlich ist körperliche, triebhafte Sexualität eine Macht, die niemand ausklammern darf, der sich mit Pubertät auseinander setzt. Aber ist sie das Bestimmende, das Vorherrschende, Ursächliche? Tauchen nicht daneben, darunter und darüber noch ganz andere, ebenso oder gar noch stärker ungewohnte, beängstigende und/oder verlockende Seeleninhalte auf, alle fordernd, alle be-fremd-lich? Sexualität ist eine starke Macht. Aber sie ist nicht alles. Und dass sie überhaupt bewusst werden kann in diesem Alter und so (mit)bestimmend werden, hat mit einem umwälzenden Vorgang ganz anderer Dimension zu tun.
Pubertät ist die Geburt der (freien) Seele. Bisher ist sie verhüllt herangereift, hat vermittelt gewirkt. Nun wird sie mit einem Mal frei, drängt ungestüm ans Licht. Peer Wüschner schreibt: Die Jugendlichen werden von innen her umgestülpt. Allan Guggenbühl bezeichnet das, was in den Jugendlichen aufbricht, als eine neue Dimension des Seins, eine kraftvolle, berauschende und beängstigende Wirklichkeit (vergleiche “Essentials: Chthonische Hadesfahrt”). Was in ihnen vorgeht, was mit ihnen geschieht, verstehen die Jugendlichen meist selbst nicht. Es verwirrt, beunruhigt – und fasziniert sie. Guggenbühl nennt es eine Hadesfahrt in die Tiefen des eigenen Unbewussten. Fantasien, Aggressionen und Leidenschaften branden auf, die alle nicht unbedingt gesellschaftskonform sind. Jugendliche lernen Gutes wie Böses kennen, in sich – und beides fasziniert sie gleichermassen. Denn die Moral, die für das eine und gegen das andere spricht, ist (noch) nicht ihre Moral. Ihre eigene Moral wollen sie erst noch finden. Das Anstössige verspricht zumindest spannend zu sein – und Macht zu verleihen. Macht, die sie brauchen, ihren eigenen Weg zu suchen, zu finden und durchsetzen zu können. Jugendliche ringen mit sich selber, alles andere wird nebensächlich. Auch die Welt und die Menschen um sich herum betrachten Jugendliche durch diese ganz und gar subjektive Brille. Henning Köhler charakterisiert den Wahrnehmungsmodus Jugendlicher als “Weltwahrnehmung durch ausdrucksbezogene Selbsterfahrung”.
Jugendliche fühlen sich nackt. Mit der Geburt des Seelischen in ihnen wird ihnen bewusst, was sie vorher wenn überhaupt, dann nur träumend fühlten: Die Welt ist nicht nur gut und schön, sie ist voller Bosheit, Hässlichkeit und Lüge. Plötzlich erkennen sie: All das gibt es nicht nur in der Welt – es lebt auch in mir, neben hoch fliegenden Träumen, geheimen Sehnsüchten und bisher unbekannten Leidenschaften. Scham erfüllt die Seele, Enttäuschung und Einsamkeit. Und die Angst, gleichsam durchsichtig zu sein, die Angst, jeder könne sehen, was in ihnen vorgeht, wenn sie sich nicht gut genug verstellen und verstecken. Die Verlockung der Lüge tritt in ihr Leben. Sie ziehen die Vorhänge zu: “Wegen Umbau geschlossen”. Nein: Wegen Aufruhr geschlossen, innerem, Angst machendem, Hässlichkeit preis gebendem Aufruhr, Aufruhr, der die bisher tragenden Stützen eingerissen hat und das Schiff von Hafen zu Hafen treibt, nur um immer wieder festzustellen: Das ist es (noch) nicht. Wo will ich hin? Wie will ich sein? Wie will ich wahrgenommen werden?
Nach Jeanne Meijs durchläuft jeder Jugendliche die Pubertät in drei Phasen, die bei unterschiedlichen Jugendlichen unterschiedlich stark ausgeprägt sind:
a) Sie beginnt mit der Gedankenpubertät, etwa zwischen 13 und 15: Die Kinder grübeln, reden, zweifeln, stellen alles in Frage. Unterschiedlichste Ideen faszinieren sie, manche probieren sie aus; all das aber spielt sich vor allem noch im Kopf ab, in Vorstellungen. In ihren Gedanken ist alles viel grösser und mächtiger, aussergewöhnlicher und Welt verändernder als in Wirklichkeit.
b) Dann brechen die Gefühle wie eine brandende Woge über sie her oder besser: aus ihnen hervor. Die Gefühlspubertät dominiert in der Regel die Jahre 15 bis 17. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, schwärmerisch überfliessend oder ganz in sich versunken leben die Jugendlichen ihre inneren Stimmungen. Was sie in sich erleben, ist Realität für sie und sie fühlen sich ihr ausgeliefert. Sie erleben Freundschaft und Einsamkeit, hoch fliegende Träume, Illusion und bitterste Enttäuschung. All das ohne Filter, ganz und gar und hier und jetzt.
c) Nach einer Phase, in der Lethargie und Antriebslosigkeit vorherrschen kann, dominiert ab 17, 18 die Willenspubertät: Jetzt stürzen sich die Jugendlichen in Erfahrungen, je aufrüttelnder, abseitiger, eigen-artiger desto besser. Neues Terrain will erkundet werden, nicht ausgetretene Pfade. – Eine Frage beherrscht diese Zeit: Wie fühle ich mich darin an, vermag ich zu bestehen? Was kann ich, wo sind meine Grenzen?

„Hilfe mein Kind kommt in die Pubertät: Augen zu und durch! Vom täglichen Überlebenskampf Eltern pubertierender Teenager“
ISBN 978-3-86268-972-9 Engelsdorfer Verlag
Hauptaufgabe der Jugendlichen in der Pubertät ist es, sich frei zu strampeln und in dem Chaos, in das sie sich stürzen, einen Weg zu finden, mit dem sie sich identifizieren können. Irgendwo zu Beginn der Reise haben sie sich etwas vorgenommen für dieses Leben. Es zumindest ahnungsweise wieder zu finden, ist DIE Herausforderung der Pubertät. Das Leben auszuschmecken in all seinen (menschlichen) Höhen und Tiefen, ist unerlässlich, um sich wirklich orientieren zu können; ohne darauf angewiesen zu sein, fremdes “Wissen”, fremde Erfahrung ungeprüft zu übernehmen. Zeitweilig können die jungen Menschen (sich) dabei verloren gehen. Wichtig ist, dass sie den Glauben an sich nicht verlieren. Dabei können wir ihnen helfen: indem WIR an sie glauben, unverbrüchlich, egal, was sie tun, egal, wie sie sich zeigen, egal, wohin sie sich verirren. Vertrauen ist die Hauptkraft, aus der heraus wir Jugendliche in der Pubertät begleiten und unterstützen können: Vertrauen in den “Schutzengel” der Jugendlichen, Vertrauen darauf, dass es gut gehen wird, auch wenn wir die Kontrolle nicht mehr haben. Vertrauen in die Jugendlichen selber, in ihre gute, tragende Seite, das in ihnen verborgen lebende Verantwortungsbewusstsein, in ihre Kraft und ihren Mut, weiter kommen zu wollen. Vertrauen in das, was wir in ihnen haben wecken können in den Jahren vor der Pubertät. Vertrauen beweist sich erst wirklich, wenn es (scheinbar) enttäuscht wird, wenn es auf die Probe gestellt wird. Vertrauen aufzubauen, zu entwickeln und aufrecht zu erhalten auch durch Anfechtungen hindurch heisst aber nicht, dass wir alles laufen lassen sollen.
Jugendliche während der Pubertät brauchen ein Gegenüber. Sie brauchen Menschen, an denen sie sich reiben können. Menschen, die standhaft bleiben. Jugendliche durch die Wirren der Pubertät zu begleiten, ist nicht immer eine dankbare Aufgabe. Wir werden für die Jugendlichen zu Projektionsflächen für alles, von dem sie sich lossagen müssen, um einen eigenen Standpunkt finden zu können. Wir repräsentieren für sie alles, was “out” ist, überholt und von gestern. Alles, was sie zwingt, anders zu sein, als sie (meinen) sein (zu) wollen. Wir werden zu Gegenspielern. Für Pubertierende sind Eltern, Lehrer, Paten nicht nur die konkreten Menschen, zu denen sie eine Beziehung haben. Sondern auch Stellvertreter der Gesellschaft, in die sie hineinwachsen – und in der sie aufgewachsen, von der sie bislang geprägt worden sind. Sie sind darüber hinaus nach Guggenbühl auch archetypische Figuren, mit denen sich junge Menschen auf dem Weg zu sich selbst auseinander setzen wollen. Um das zu können, müssen Jugendliche die Erwachsenen, mit denen sie es zu tun haben, ein Stück weit entpersönlichen. Wenn wir Erwachsenen den inneren archetypischen Bildern der Jugendlichen nicht entsprechen, provozieren sie uns so lange, bis wir es tun. Jugendliche wollen den Widerstand, sie wollen sich abgrenzen, absetzen können, aufregen können über “die Erwachsenen” und das, was sie für die Jugendlichen darstellen. Sie wollen ihre eigenen Wege finden und die dürfen nicht vorgespurt, die müssen “ganz neu” sein, einmalig, anders als das, was bisher da war und immer noch da ist. Deshalb müssen wir die uns zugeschriebene Rolle auch einnehmen: unsere Meinungen, Haltungen, Ansichten offen(siv) vertreten, klar Stellung beziehen und Grenzen setzen. Aber auch zuhören, ernsthaft zuhören und Interesse zeigen.
Jugendliche haben ein Recht auf Rücksichtslosigkeit. “Suche Individualität, wirf das, was fremd ist, über Bord, knüpfe eine Verbindung mit deinem inneren Ich an und kümmere dich um deinen eigenen roten Faden”, fasst Jeanne Meijs die Hauptaufgabe der Jugendlichen zusammen. Pubertät ist Egozentrik pur. Das muss so sein. Sie suchen ihren eigenen Weg, wollen nichts Überkommenes ungeprüft bestehen lassen, wollen – und dürfen – sich grundsätzlich nicht “fügen”. Dabei testen und sprengen sie immer wieder bewusst und unbewusst die Grenzen von Sitte, Anstand und Moral und übertreten auch einmal das eine oder andere Gesetz. “Handlungen, bei denen nur die Grenzen der gesellschaftlichen Absprachen überschritten werden, sind noch keine Abartigkeiten”, betont Jeanne Meijs. Dass sie uns damit mitunter (sehr) verletzen, merken Jugendliche oft gar nicht. Sie wollen es auch nicht. Sie wollen uns zu “archetypischen” Reaktionen zwingen, sie wollen uns zur Aufrichtigkeit zwingen, Masken vom Gesicht reissen in ihrer unerbittlichen Suche nach der Wahrheit “dahinter”, sie wollen sich Frei-Räume erkämpfen. Sie müssen sich abnabeln, müssen alles bisher Prägende zurückweisen, sich (auch innerlich!) Unabhängigkeit erobern. Sie müssen die Fäden abschneiden, die sie noch mit uns verbinden, um später neue knüpfen zu können. In Krisensituationen müssen wir deshalb erst einmal uns selber klären: Was in uns reagiert aufgebracht, verletzt, ungeduldig oder ängstlich? Wo und warum verlieren wir den Mut, die Zuversicht und das Vertrauen? Wie sehr sie uns auch reizen, herausfordern, zurückstossen, verletzen und beleidigen – wir dürfen sie es nicht “spüren lassen”. Sie haben genug mit sich selbst zu tun. Wenn wir sie mit unseren Gefühlen belasten, ihnen ein schlechtes Gewissen bereiten, lenkt es sie von ihrer eigentlichen Aufgabe ab. Sie unterlassen es aus Mitleid, weiter zu pubertieren, sie steigern ihre Provokationen, um uns ganz “abzustellen” oder sie nehmen es sich wirklich tief zu Herzen. In jeden Fall schadet es ihnen und kann das kleine Quäntchen “Zuviel” sein, dass sie straucheln lässt. Unsere Probleme – auch wenn sie durch das Verhalten unserer Kinder hervorgerufen werden – wurzeln in uns. Behalten und lösen wir sie auch dort, wo sie hingehören: in uns selbst.
Jugendliche suchen “starke” Erwachsene. Auf nichts reagieren sie verächtlicher als auf sich anbiedernde Erwachsene. Nichts nervt sie mehr als Weinerlichkeit. Gerade in der Pubertät suchen sie Menschen, an denen sie sich orientieren können, keine Jammerlappen, für die sie sich schämen, die sie verachten müssen. Sie brauchen uns als Vor-Bilder, als authentische Beispiele – aber solche, die Halt geben, solche, die Stand halten. Sie wollen uns noch idealisieren – und verteufeln dürfen. Wir dürfen schwach sein, uns auch schwach zeigen mitunter – aber immer so, dass klar wird: Die Verantwortung dafür, die liegt bei uns. Wir suchen nicht Hilfe, wir betteln nicht um Mitleid, wir wollen nichts erreichen damit, niemanden erpressen, niemandem ein schlechtes Gewissen machen. Wir sind – jetzt gerade – so. Aber wir behalten das Heft in der eigenen Hand. Sie wollen uns spüren, in allem, was uns zu Menschen macht, in allem, wonach sie selbst in sich suchen. Henning Köhler schreibt: “Zeige mir, wo du, ohne äussere Veranlassung und konventionelle Nötigung, jenseits eingeübter Gewohnheiten, fernab von materiellem Erfolgsstreben oder karrieristischem Ehrgeiz, rein aus deinen individuellen Willensimpulsen heraus denkst, fühlst und handelst; zeige mir, wo du ungebrochen nur du selbst bist, denn dies bei Erwachsenen zu erleben, flösst mir Zuversicht ein.” Wir müssen ansprechbar für sie sein, spürbar, erlebbar. Aber wir dürfen uns nicht aufdrängen. Es gibt nur eine Antwort auf ihre Frage(n), “eine Art ermutigende Auskunftsverweigerung” (Köhler): “Du bist auf einem Weg, deinem Weg. Gehe ihn, wir stehen hinter dir.” Das ist die (große) Kunst, einen Kaktus gerade nicht zu umarmen.
Jugendliche wollen echte Verantwortung. . „Zu Beginn der Adoleszenz sind beim jungen Menschen fast alle Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften entwickelt, die ihn als Erwachsenen auszeichnen“, schreibt Allan Guggenbühl: „Ein 15-Jähriger macht sich Gedanken über den Sinn des Lebens, entwickelt Lebenspläne, hat erotische Phantasien und richtet sein Verhalten nach Zielen und Ideen.“ Er möchte seine Kräfte und Phantasien, seine Unruhe und seine Bedürfnisse in die Gesellschaft einbringen. „Sie haben die Kindheit verlassen und wären bereit, sich den Verantwortungen, Pflichten und Herausforderungen des ausserfamiliären und ausserschulischen Lebens zu stellen.“ Sie wollen für voll genommen werden – wir halten sie zurück! Wie kleinen Kindern sagen wir ihnen: später, „wenn du gross bist“. Dabei sind sie das längst! Sie wollen sich erproben, beweisen, wollen – endlich – wirksam werden. Wir sperren sie in ein Ghetto, zwingen sie in ein Niemandsland, in dem sie sich alles – nur nicht ernst genommen fühlen. Die Folgen liegen auf der Hand. Guggenbühl: „Die demonstrative Passivität, der coole Auftritt, das Schwatzhafte, das Chaos, die Introvertiertheit und die Disziplinlosigkeit, mit der Jugendliche auffallen, ist eine natürliche Reaktion auf die künstliche Infantilisierung, die sie erfahren.“ Gebt ihnen Aufgaben, wirkliche Aufgaben, nicht blosse Übungen, nicht „pädagogisch aufbereitet“ – ohne doppelten Boden, reale Herausforderungen, an denen sie sich beweisen, an denen sie wachsen (und sich auch mal die Finger verbrennen) können. Nehmt sie beim Wort, nehmt sie ernst – gebt ihnen die Verantwortung die zu tragen sie sich zutrauen. Und – bitte – erfindet Schule für Jugendliche noch einmal ganz neu.
Am leichtesten fällt es uns (und den Jugendlichen, mit denen wir es zu tun haben), wenn wir unser eigenes Leben leben. Die Zeit der Erziehung ist vorbei. Was wir vor der Pubertät nicht erreicht haben, können wir nicht mehr erreichen. Das liegt nun ganz in den Händen der Jugendlichen. Wir können das als Verlust erleben – und werden es sicherlich auch -, wir können aber auch sehen, dass es nicht nur die Jugendlichen frei lässt, sondern auch uns befreit: Wir dürfen wieder eigene Wege gehen! Und das Verrückte ist: Je mehr wir es tun, je spürbarer wir unser Leben wieder als ein eigenständiges, unabhängiges betrachten und auch anpacken, desto befreiter atmet der Jugendliche durch, der eben noch meinte, unter unserer Sorge ersticken zu müssen. Wie es ein Teilnehmer in einem meiner Workshops ausgedrückt hat: Die Form des Gebens ändert sich. Wir müssen sie nicht mehr füttern, beschützen, umhegen. Wir müssen ihnen, vor allem, unser Vertrauen schenken (These 7) – und uns selbst: als standhaftes Gegenüber (These 8), als ganze Menschen (These 10). Als Menschen, die Verantwortung für sich selbst übernehmen, ihren eigenen Weg suchen und gehen, ihre eigenen Höhen und Tiefen erleben, Erfolge erringen und Abgründe durchwaten. Und die Jugendlichen den ihren gehen lassen.
quelle.. Jörg Undeutsch Leiter der Sozialtherapeutischen Wohn- und Werkgemeinschaft Stiftung St. Beatus in Sigriswil am Thunersee.
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erlange Verfahrensdauer oder Hauptverhandlungen sind Normalität gleiches gilt für Ermittlungsverfahren die nicht selten 2 Jahre übersteige...