Freitag, 8. April 2011

Jugendkriminalität oder Umgang mit Jugenddelinquenz

Wer kennt das nicht, man verlässt die Kaufhalle und schaut sich noch ein bisschen um. Dabei sieht man wie ein Jugendlicher hektisch versucht wegzulaufen, wird aber von einem Mann aufgehalten. Dieser gibt sich als Kaufhausdetektiv zu erkennen und nimmt den Jugendlichen mit, weil er etwas gestohlen hat. Diese Szene kann man in größeren Geschäften fast täglich beobachten. Aber warum werden gerade Jugendliche immer öfter kriminell?
Die Hauptgründe dafür liegen natürlich bei ihnen selbst aber auch bei den familiären Verhältnissen. Heutzutage haben viele Jugendliche oft Streit mit den Eltern, da sie oft eine andere Meinung zum Beispiel zu Freunden oder bestimmten Gewohnheiten der Kinder haben. Dadurch entstehen Konflikte zwischen ihnen und die Jugendlichen werden dadurch übermütig und machen genau das Gegenteil von dem, was ihre Eltern wollten. So werden Jugendliche auch oft abhängig vom Stehlen. Sie erhalten durch die Gefahr einen bestimmten Kick, den sie immer wieder brauchen. Aber nicht nur Konflikte mit den Eltern bringen die Jugendlichen auf die schiefe Bahn, auch Problemen in der Schule beeinflussen eine heranwachsende Person in negativer Weise. Einerseits sind es natürlich schlechte Schulnoten und Ärger mit den Lehrern. Die Schüler versuchen mit einer kriminelle Handlung zu belegen, dass sie auch etwas können. Sie wollen sich aber meistens nicht nur selbst etwas damit beweisen, sondern auch einer Clique. Es gibt viele Jugendliche die Kontaktschwierigkeiten haben und somit in der Schule zum Außenseiter werden. Um in eine Gruppe zu kommen, würden sie fast alles tun, selbst wenn sie dazu beispielsweise etwas stehlen müssen. Aber nicht immer sind kriminelle Jugendliche Einzelgänger oder haben Probleme mit den Eltern. Viele tun es auch einfach aus Langeweile. Sie wissen nicht was sie den ganzen Tag machen sollen und so suchen sie eine Beschäftigung. Dabei spielen dann aber auch schlechte Vorbilder eine große Rolle. Die Jugendlichen sehen nur das Gute im Leben dieser Personen und eifern ihnen nach. Sie denken, wenn sie das machen was ihre Vorbilder auch gemacht haben, werden sie genauso erfolgreich, cool oder reich. Dabei erkennen sie aber meistens nicht, dass es oft falsch ist, was sie machen. Aber eine Art schlechtes Vorbild für viele Jugendliche ist auch Geld. Eine große Anzahl von Familien heutzutage leben am Rande der Armut. Der Hauptgrund dafür ist die hohe Arbeitslosenquote. Diese Menschen leben mit der Unterstützung des Staates und haben nur gerade so viel Geld wie sie brauchen. Deswegen können sie ihren Kindern kaum Taschengeld zahlen und diese sind so nicht imstande sich teure Sachen wie andere Jugendliche in ihrem Alter zu kaufen und so stehlen sie die Sachen. Aber die meisten stehlen nicht nur, sondern viele nehmen auch Drogen oder Aufputschmittel. Dies hat aber meistens nicht den Hintergrund der Armut, sondern oft ein hoher Leistungsdruck. Schüler stehen immer öfters unter hohem Druck in der Schule, welchem aber die meisten nicht standhalten können und so eine Unterstützung brauchen. Dies sind dann meistens illegale Aufputschmittel die nach längerer Einnahme süchtig machen. Aber diese Mittel werden nicht immer nur zur Hilfe bei zu hohem Druck genommen, sondern auch um einfach Spaß zu haben. Die Freizeitangebote für Jugendliche an Schulen und in der Öffentlichkeit sind sehr gering und so suchen sie sich eigene Beschäftigungsmöglichkeiten. Oft ist das dann auch Stehlen, Hacken oder Drogen nehmen um einmal richtig Spaß zu haben. Besonders das Hacken oder Brennen von Spielen und Filmen ist heute immer öfter bei Jugendlichen sehr beliebt. Sie werden durch das große Angebot an Massenmedien verführt und kommen davon nicht mehr los. Gerade durch Werbung im Fernsehen und Internet werden die Kinder zum Kauf von immer mehr Produkten verführt. Aber da das sehr kostspielig ist, suchen sie sich andere Möglichkeiten wie Stehlen oder Brennen. Aber viele handeln auch mit Drogen um Geld zu verdienen. Eine große Anzahl von Kindern nehmen auch Kokain oder ähnliches, aber einige dealen auch um sich das Taschengeld auszubessern. Das sind sehr viele Gründe warum Teenager immer öfter kriminell werden, aber wie kann der Einzelne diese Probleme lösen? Anfangs sollte man natürlich versuchen die Probleme des Anderen zu verstehen. Man muss in Erfahrung bringen, warum diese Person das tut und ob es nicht andere Wege gebe, dieses Problem zu lösen. Das wichtigste dabei ist aber das Gespräch. Man kann die Probleme nicht verstehen, wenn man nicht mit ihm oder ihr spricht. Leider ist dies nicht immer so leicht, da viele auch nicht wollen, dass man mit ihnen darüber spricht. Hat man aber erst einmal die Probleme des anderen erkannt, kann man ihm oder ihr auch helfen. Natürlich ist das nicht immer so leicht. Viele haben das Problem vielleicht noch gar nicht erkannt. Gerade bei Drogenabhängigkeit haben die meisten oft noch gar nicht erkannt, dass sie bereits süchtig sind. Sie denken, sie könnten auch einfach damit aufhören und keine Drogen mehr nehmen. Aber selbst, wenn die Person das Problem erkannt hat, ist es nicht einfach mit einem Gespräch getan. Nicht immer ist nur der Einzelne daran schuld, gerade bei Drogenhandel sind die Teenager in bestimmten Kreisen aus denen sie nicht einfach austreten können. An diesem Beispiel kann man sehr gut erkennen das der Einzelne nicht immer etwas ausrichten kann. Die meisten Probleme betreffen die breite Masse und müssen von der Gesellschaft gelöst werden. Dazu gehört besonders das Problem der großen Anzahl von Arbeitslosen. Zum Beispiel durch steuerliche Unterstützung von neuen Betrieben könnte der Staat versuchen die Arbeitslosenzahl zu senken. Leider gibt es auch Fälle in denen die Personen gar nicht arbeiten wollen. Hier muss auf einem anderen Weg versucht werden, diese Person zu überzeugen, zum Beispiel durch Gesetze, die einen daran binden zu versuchen eine Arbeit zu bekommen. Zum Glück betrifft das nicht den Großteil der Jugendlichen. Aber auch viele Minderjährige werden heutzutage schon kriminell. Eines der Hauptprobleme besteht bei ihnen an dem geringen Angebot an Freizeitangeboten. Schon in der Schule haben die Schüler kaum noch Möglichkeiten sich nach dem Unterricht irgendwie zu beschäftigen. Gerade in Schulen aber auch in Jugendzentren sollte versucht werden, neue Beschäftigungen für die Kinder zu suchen. Aber nicht nur die wenigen Freizeitangebote treiben die meisten in die Kriminalität sondern auch die schlechten Vorbilder in den Massenmedien. Besonders in Computerspielen lernen die Kinder immer früher Brutalität und Mord kennen. Es gibt zwar bereits Gesetze zur Altersbeschränkung von besonders brutalen Spielen, aber um die heranreifenden Personen wirklich zu schützen, sollte gerade bei den Eltern viel mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Oft wissen die Erwachsenen gar nicht was ihre Kinder wirklich spielen und einige interessiert es vielleicht auch nicht. Aber die meisten Erziehungspersonen müssten nur wissen was gespielt wird und könnten ihre Sprösslinge so besser vor solchen Spielen schützen. Jedoch sind es nicht immer solche geringen Probleme mit denen sich die Jugendlichen rumschlagen. Hauptsächlich bei sehr argen Delikten reichen auch die Eltern nicht aus um, die Teenager wieder auf den richtigen Weg zu bringen. In einigen Fällen ist der letzte Ausweg nur die Anzeige, um die Person vor sich selbst zu schützen. Damit gibt man die Kontrolle in die Hände des Staates, welcher zwar härtere Strafen erteilt, aber den jungen Mädchen und Jungen wirklich helfen kann. Dies wird oft mit Gefängnisstrafen und bestimmten Camps versucht. Leider besteht darin immer noch ein großer Makel in der Gesellschaft. Da Jugendliche jedoch manchmal über längere Zeit hin von der Öffentlichkeit abgeschlossen sind, müssten sie danach wieder richtig resozialisiert werden. Leider gibt es von Seiten der Gesellschaft und des Staates noch zu wenige Programme für diese Jugendlichen. In den meisten Fällen schaffen leider Teenager die Resozialisierung nicht von allein und werden wieder rückfällig. Sollte das Problem nicht vollständig in der Jugend gelöst werden, könnten diese Personen später immer noch kriminelle Delikte begehen und es wahrscheinlich nie schaffen ihre Probleme zu lösen. Sollten also nicht in ein paar Jahren bessere Lösungen und Wege für diese Probleme gefunden werden, könnte es unkontrollierbare Ausmaße nehmen. Irgendwann ist die heutige Jugend die leitende Gesellschaft und wenn dann immer noch diese Probleme bestehen, gibt es bald kein sicheres Umfeld für nachfolgende Generationen mehr.




Viele sind der Meinung, dass einen schon polizeilich bekannten Straftäter nur noch ein Gefängnisaufenthalt beeindrucken könne. Darum solle man das Erwachsenenstrafrecht auch schon bei Jüngeren anwenden. Dieser Ansicht sind auch einige Staatsanwälte wie Roman Reusch aus Berlin. Sein Argument: Bewährungsstrafen halten diese Jugendlichen nicht von Straftaten ab. Sie lassen Gerichtsverhandlungen in gelangweilt- belästigter Einstellung über sich ergehen und sind von ihren Verteidigern nur unter großen Mühen zu einigen Floskeln des Bedauerns zu bewegen, so der Staatsanwalt. Es gäbe nur eine einzige Maßnahme, die sie wirklich beeindrucken könnte, nämlich die Haft.
Dem widersprechen Kriminologen wie Professor Christian Pfeiffer aus Niedersachsen. Nach dem Aufenthalt im Strafvollzug oder Jugendarrest sei die Rückfallquote sehr hoch. Jugendrichter, die besonders hart eingreifen, erfahren mittelfristig eine höhere Rückfallquote als solche, die Haftstrafen nur in Ausnahmefällen einsetzen. Woran liegt das? Fachleute sind sich einig:
Die Brutalität der jungen Straftäter nimmt in Deutschland überproportional zu, da die Hemmschwelle unaufhörlich sinkt. Ein Großteil der Intensivtäter, die immer jünger werden und unter denen die Anzahl von ausländischen Jugendlichen stetig wächst, haben mitunter bereits eine lange kriminelle Karriere hinter sich und gelten als hoffnungslose Fälle. Diese nun für einen Zeitraum wegzusperren, sei keine Lösung.
Denn was passiere nach der Haft? Dann ließe man Menschen auf die Gesellschaft los, die im Gefängnis alles gelernt haben, was man als Krimineller wissen muss. Des weiteren sind Strafvollzugsanstalten sehr kostspielig und sowieso schon zum Teil völlig überfüllt.
Wie aber sonst gegen dieses hohe Gewaltpotenzial angehen? Wenn von Jugendkriminalität die Rede ist, kommen immer wieder besonders ausländische Jugendliche zur Sprache, deren Zahl deutlich in die Höhe geht.
Ist Deutschland vielleicht schon zu gastfreundlich geworden, dass immer wieder nach Kompromissen gesucht wird, Ausländern das gleiche Recht zu gewähren wie deutschen, auch wenn es die deutsche Bevölkerung langsam aber sicher ausrottet? Das sofortige Ausweisen von Mehrfachtätern in ihr Heimatland ist nach den Meinungen vieler Deutscher immer noch die beste Lösung. Schon allein die Angst davor, abgeschoben werden zu können, würde die meisten Jugendlichen anderer Abstammung vor solch brutalen Taten bewahren. Allerdings umfasst dieses Verfahren einen längeren Zeitraum und würde nur in schweren Fällen angewandt werden.
Forscher behaupten, dass die Schere Arm und Reich in Deutschland nun spürbar immer weiter auseinander geht. Wohlhabendere Familien stehen sozial schwachen gegenüber, zu denen man oft auch den größten Teil von ausländischen Jugendlichen zählt. Diese haben oft noch einen weiteren entscheidenden Nachteil: die Sprache. Wer Schwierigkeiten hat, sich verbal zu verständigen, für den stellt Schlagen die legitime Form der Kommunikation dar. Bildung und Integration, so das Ergebnis einer Studie, sind demnach die effektivsten Mittel im Kampf gegen Jugendkriminalität.

Eine entscheidende Rolle spielt aber auch ein schnelles und direktes Eingreifen. Wenn eine Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird, gibt es nach gegenwärtigem Recht keine Möglichkeit, einen Jugendlichen in kurzfristigen Gewahrsam zu nehmen. Eine Lösung wäre der sogenannte Warnschuss, der in besonders schweren Fällen angewandt werden soll: ein bis zu vierwöchiger Arrest, der zusätzlich zur Bewährungsstrafe verhängt wird.

Ein weiterer diskutierter Faktor, ist die Konfrontation von Täter und Opfer. Nur dabei lernt der Täter, dass er seine Taten einstehen, sich beim Opfer entschuldigen, den Schaden gutmachen und Verantwortung übernehmen muss. Dadurch besteht die Chance, dass die Täter tatsächlich beginnen zu begreifen, was sie mit ihrer Brutalität anrichten – und dieses Begreifen ist der erste und entscheidende Schritt für ein Umdenken.

Ich persönlich bin für beide Standpunkte. Es ist in jedem Fall notwendig, einem, jugendlichen Kriminellen seine Grenzen aufzuzeigen.
Gleichzeitig sollte man aber soziale Missstände nicht einfach unter den Teppich kehren. Das Fördern von Schulen, die das Thema konkret in den Klassen diskutieren sowie sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen, würde maßgeblich an einer Verminderung der Jugendkriminalität teilhaben. 

Die Findung einer sozialen Identität und damit auch einer sozialen Kompetenz,  ist ein maßgeblicher Faktor um Delinquenz gerade bei Jugendlichen und Heranwachsenden effektiv zu begegnen. Dass Wegsperren schadet einer effektiven Prävention und beseitigt das Problem eines antisozialen Verhaltens in keinster weise, es verschiebt es, löst es aber nicht.


 Eine Primäre Prävention soll Kriminalität an der Wurzel angehen, das heißt man versucht tiefere Ursachen zu ermitteln und möglicherweise zu beseitigen. Diese Ursachen lassen sich anhand einer Überprüfung der Sozialisationsziele ermitteln, die im Laufe der Entwicklung erfüllt werden sollten. Dazu gehören der Bereich der physischen , kognitiven  und sozial-emotionalen  Entwicklung. Die Familie spielt dabei eine besonders große Rolle neben all den anderen Einflüssen, wie zum Beispiel Schule und Freunde, denn dort kann den Kindern die Normen verdeutlicht werden. In jedem Fall steht vor allem das Rechtsbewusstsein als Norm im Vordergrund. Im Alter eines Jugendlichen sollte man zumindest so weit sein, zwischen Unrecht und Recht unterscheiden zu können. Doch vielen ist dies aufgrund von massiven Erziehungsmängel nicht möglich. Als Grund ist heute vor allem die Vernachlässigung der Kinder zu nennen, abgesehen davon ob beide Elternteile arbeiten oder nicht. 
Bei welchen Jugendlichen soll man Prävention anwenden? Zu welchem Zeitpunkt? Und was verstehen wir denn eigentlich unter Prävention ? Es handelt sich „um planmäßige Interventionen (...), die direkt oder indirekt das Auftreten oder die Zunahme von Straftaten verhindern soll (Busch 1986, S.20 ). Oder einfacher ausgedrückt; Verhütung von Verbrechen, indem Prävention da greift, wo Jugendliche Störungen in ihrer Entwicklung haben (z.B. negatives familiäres Umfeld, Probleme mit der Identitätsfindung ). 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Alle Kommentare werden zunächst auf deren Inhalt geprüft, es bleibt vorbehalten eine Veröffentlichung zurückzuweisen.

All comments are first checked on their content, it is reserved to reject a publication.

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.

Er gilt als einer der wirkungmächtigsten und zu gleich heftig umstrittenen zeitgenössischen Justizkritiker, die rede ist von Christian Lu...