Mittwoch, 6. April 2011

"Diese FDP braucht kein Mensch mehr"

Claus Heinrich, Korrespondent des SWR, ARD-Hauptstadtstudio sagt,



Nein, diese FDP braucht kein Mensch mehr. Sie hat zu den wichtigen Themen der Zeit nichts beizutragen. Egal ob Finanzmarktcrash, globale Umweltkatastrophen - selbst zur arabischen Befreiungsbewegung fällt den Erben von Lambsdorff, Genscher und Dahrendorf nichts ein. Sie ist unter Westerwelle bei vollem Bewusstsein zu einer vulgären Steuersenkungspartei degeneriert. Deshalb fällt es schwer sich vorzustellen, mit welchem geistigen Dünger die neue Führung, die ja wohl aus Westerwelles Zöglingen bestehen wird, die dringend erforderliche Revitalisierung des verdorrten liberalen Ackers vornehmen will.
Die Setzlinge Bürgerrechte, Umweltschutz, aber auch seriöse wirtschaftliche Ordnungspolitik haben die FDPler schon vor Jahrzehnten an die politische Konkurrenz abgegeben - und zwar ohne Not. Das rächt sich jetzt. Liberale Spurenelemente gibt es längst bei allen Parteien. Und auf die neoliberale Häme gegen angeblich zu viel Staat können die meisten Bürger in Zeiten des Finanzmarktterrors gut verzichten. Das gilt nach den denkwürdigen Wahlen im Südwesten mittelfristig auch für Angela Merkel. Ihre CDU wird sich in Richtung Grüne orientieren müssen, um an der Macht zu bleiben.
Das einzige Pfund, mit dem die FDP stets zu wuchern wusste, wenn es mal wieder um ihre parlamentarische Existenz ging, war ihre Funktion als Mehrheitsbeschafferin. Und die steht nun auf dem Spiel. Denn keiner will mehr mit den vulgärliberalen Schmuddelkindern spielen. Übrigens ganz egal, ob der künftige Parteichef nun Rösler oder Lindner heißt. Gegen den drohenden Abstieg hilft jetzt noch nicht mal Felix Magath.
Hans-Jürgen Maurus, Korrespondent der ARD sagt.
Selbstverständlich wird die FDP gebraucht. Gäbe es sie nicht, müsste man sie erfinden. Die Liberalen haben gerade in Deutschland nicht nur Geschichte geschrieben, sondern herausragende Politiker und Staatsmänner hervorgebracht, von Theodor Heuss bis Walter Scheel und von Ralf Dahrendorf bis Hans Dietrich Genscher.
Im 5-Parteien-System der Bundesrepublik gibt es schon vier sozialdemokratisierte Parteien, die Liberalen werden daher gebraucht. Es ist die Zeit für Liberale, die für Werte wie Freiheit und Entfaltung der eigenen Lebenschancen eintreten, wie die Protestbewegungen in Nordafrika und die politisch verfolgten Bürgerrechtler in China eindrucksvoll demonstrieren.
Ich halte es da doch mit Claus Heinrich,


Eine FDP in der Liberalismus nicht mehr das Quo-Vadis ist, können wir uns Schenken, eine solche brauchen wir nicht.
Eine FDP in der eine Erneuerung mit dem auswerfen von Nebelkerzen propagiert wird um von den eigentlichen Problemen abzulenken,ist keine Alternative zu den anderen mehr oder weniger etablierten Parteien im System dieser Demokratie. Seit Westerwelle hat diese FDP ihre Glaubwürdigkeit aber auch ihre Daseinsberechtigung vollständig verloren.
Eine FDP die Liberale Werte mit Wirtschafts-Lobbyismus verwechselt, ist in der Wahrnehmung der Bundesdeutschen Politik zum Schatten-Liberalismus verkommen und kann kein wirklich eigenständiges Profil mehr anbieten. Eine solche Splitterpartei hat keinen Be(achtungs)anspruch mehr und muss sich gefallen lassen, dass die Menschen ihre Enttäuschung und ihren Unmut darüber zum Ausdruck bringen.
Eine Liberale Partei, die ihre eigenen Werte verraten hat, muss sich gefallen lassen, das ihr die Daseinsberechtigung abgesprochen wird, weil diese eben keine eigenen Politischen Werte mehr vermittelt und sich darauf beschränkt, Pöstchen und Posten in der Politik und Wirtschaft zu Verteidigen, mit solch geistigen Dünger kann kein Wähler, kein Bürger mehr dazu ermutigt werden, dieser überhaupt noch Vertrauen zu schenken.



Viel schlimmer empfinde ich noch, dass den vielen Kandidaten und Wahlhelfern in den Kreisen und Städten, den Bezirks,Kreis und Ortsverbänden dieser Partei, durch diesen Klüngel-Liberalismus der letzte Glauben an Liberalen Werten genommen wurde. Diese die sich in unzähligen Diskussionen, für die Unfähigkeit der Parteiführung in Land und Bund bei den Bürgerinnen und Bürgern Verantworten mussten und selbst nichts dafür konnten, dass die Menschen sich von den Lobby-Liberalen betrogen fühlen. Der Liberalismus ist Tod, es Lebe der Lobby-Liberalismus.
 

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